Jodhpur – westliches Rajasthan

Jodhpur wird auch als die “blaue Stadt” bezeichnet und ist mit fast vier Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Rajasthan.

In der blauen Stadt gönnen wir uns eine Auszeit. Urlaub vom Urlaub!

Fernab vom Reisealltag: Organisieren, Recherchieren, Planen, lassen wir die Stadt einfach auf uns zukommen.

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Wir entscheiden uns das erste Mal für ein Hostel auf Lonely Planets Empfehlung mitten im Geschehen so wie wir es lieben.

Für 250 Rp/€ 3 p.P. beziehen wir das “Blue House” und Ja, dieses Haus ist durch und durch blau. Sogar die Nachtbeleuchtung erstrahlt in einem coolen Neonblauton.

Das Haus gehört einer netten, chaotischen jainistischen Familie. 

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Die Zimmer sind wirklich mit viel Liebe zum Detail gestaltet und zugleich sauber, aber das absolute Highlight ist definitiv die Dachterrasse. Das Haus hat insgesamt fünf Stockwerke, die Dachterrasse bietet einen einmaligen, spektakulären Blick auf die beleuchtete Mehrangarh Festung.

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Obwohl wir mitten im Getümmel wohnen, ist es nachts außergewöhnlich ruhig. Wir stehen etwas früher auf als üblich und laufen hoch zur Mehrangarh Festung. Vom Guesthouse aus gibt es einen Weg durch die Altstadt, eine Abkürzung für Fußgänger zum Fort. Wir schlendern durch die schmalen, gewundenen Gassen der Altstadt in alle Himmelsrichtungen, um den 100 Jahre alten Uhrturm, der zugleich das Wahrzeichen von Jodhpur ist.

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Nach einigen Gehminuten erreichen wir nicht, wie im Reiseführer beschrieben, die Treppe, sondern die fünf Kilometer lange Straße, die sich den Berg Richtung Festung hochwindet. Wir beschließen nicht lange zu suchen und machen uns entlang der Straße auf den Weg zur Mehrangarh Festung.

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Mehrangarh Festung

Uneinnehmbar und stark, thront die Festung auf einem felsigen Hügel, der wiederum 120 m über der Skyline von Jodhpur aufragt. Die Festungsmauern sind zwischen 6 m – 36 m hoch und da das Baumaterial aus dem Fels herausgeschlagen wurde, auf dem das Fort steht, scheint es mit seinem Fundament zu verschmelzen.

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Beim Eingang zum Fort werden wir und unsere Rucksäcke, wie bei allen bisherigen Sehenswürdigkeiten in Indien, durchleuchtet. Dann kaufen wir uns das Ticket und bezahlen die Bewilligung zum Fotografieren. Die Kameragebühren fallen diesmal höher als der Eintritt aus. Wir erhalten einen Audioguide, was toll ist, denn so erfahren wir viel von der Geschichte der Festung und deren Bewohnern und dürfen schließlich passieren.

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Man merkt erst jetzt richtig, wie imposant das Gebäude eigentlich ist. Die Paläste und Innenhöfe innerhalb der Mauern sind üppig und prunkvoll geschmückt.

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Wenn im Fort nicht überall mit Nummern der Weg beschriftet wäre, könnte man sich echt verlaufen in dieser großzügigen Anlage.

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Wir verbringen den ganzen Vormittag im Fort. Die Festung ist so groß, dass wir mehrere Stunden für die Besichtigung brauchen.

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Nach sovielen tollen Eindrücken knurren unsere Mägen. Wir laufen die Treppe hinunter, diesmal finden wir die Abkürzung und suchen auf Empfehlung vom Lonely Planet den “Omelette Shop” in der Innenstadt.

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Seit mehr als 40 Jahren verarbeitet der “Eiermann” 1000 bis 1500 Eier pro Tag.

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Der Laden ist rappelvoll, authentisch und super lecker.

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Den Rest des Tages verbringen wir auf der gemütlichen Dachterrasse des Hostels, genießen die Aussicht auf das Fort und lesen ein bisschen. Die Zeit vergeht wie im Flug und es ist wieder Zeit zum Abendessen. Wir sind zu faul ein Restaurant zu suchen, so bleiben wir hier, das Essen fällt wieder sehr gut.

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Am nächsten Tag legen wir einen Faulenztag ein. Ausschlafen, spätes Frühstück und ein Spaziergang durch die Altstadt. Wir wagen uns das erste Mal an indisches Streetfood.

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Nachdem wir all die wichtigen indischen Bezeichnungen studieren, futtern wir uns quer durch die Straßen Jodhpurs.

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Dosa (große, gefüllte, würzige Crepes), Kheer (leckerer Reisbrei), Samosas (frittierte Gemüse- Teigdreiecke), Vada Pao (vegetarischer Burger) und vieles mehr.

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Was wir noch so gemacht haben?

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Auf versiegelte und gut verschlossene Wasserflaschen geachtet.

Am Sardar Markt intensiv um Textilien und andere Waren gefeilscht.

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Uns über die Autorikschafahrer geärgert, weil sie mal wieder fast über unsere Füße rübergerollt wären und sammelten Kräfte für das bevorstehende Spektakel – den Kamelmarkt und das Fest “Kartik Purnima” in Pushkar, das jährlich an die 200.000 Besucher anzieht.

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