Pulau Langkawi

Der Wecker läutet. Es ist 7:00. Sehr früh, ja mittlerweile zu früh für uns beide. Lange durften wir auf das nervige Geräusch, dass einmal unseren Alltag bestimmt hat verzichten. Heute Morgen allerdings nicht. Wir sind viel zu spät dran, das Frühstück muss jetzt liegen bleiben ansonst verpassen wir unsere Fähre.
 
Eigentlich sollte es mit dem Bus Richtung Osten auf die Perhentian Islands gehen, wäre da nicht die Monsunzeit die uns einen Strich durch die Rechnung macht. Wir werfen also einen Tag vor Abfahrt unsere Pläne um und entscheiden uns kurzfristig für Pulau Langkawi. Schnell wird noch ein Ticket besorgt – 63 Ringgit, € 15/p.P..
 
Und schon fliehen wir aus Georgetown, wir fliehen vor der Hitze!
 
Die See ist sehr unruhig an diesem Morgen. Die hohen Wellen peitschen gegen die Front des Speedbootes. Ganz schön abenteurlich das Ganze, macht jedoch verdammt viel Spaß und das Kribbeln im Bauch erinnert uns gleich an die Fahrgeschäfte im Prater ;) . Wie ein Cocktailgemisch im Mixer schleudert es uns umher, die ersten Plastiktüten werden bereitgestellt und die Toilette belagert, unser Magen hält sich erstaunlich gut, ob das wohl am versäumten Frühstück lag ;) ?

 
3 Stunden später und gut durchgeschüttelt im schwimmenden Kühlschrank erreichen wir den Hafen Langkawis. Pulau Langkawi ist eine der 100 Inseln im Andamanensee und aufgrund seiner Duty-free-Zone das beliebteste Ziel der Locals. Nirgendwo in Malaysien bekommt man das Bier so günstig, wie hier ;) . Derzeit ist Nebensaison die Schulferien sind vorbei und dementsprechend ruhig geht es hier zu.
 
Ein Hostel haben wir nicht reserviert, also nehmen wir ein Taxi (30 Ringgit, € 7) und bitten den Fahrer uns direkt am Pantai Cenang Strand auszuladen, dort wo sich die meisten Hostels befinden. Nach 10 Tagen abseits der Zivilisation auf Koh Tao sehnen wir uns wieder nach Menschen und Party ;) .
 
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Dreimal hören wir den uns mittlerweile bekannten Satz; WE ARE FULL! Beim vierten klappts dann schließlich. Diesmal beziehen wir ein eigenes riesiges Bungalow mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad und Küche für 45 Ringgit, € 10/p.P.. Eine ganz idyillische Holz-/Bambushütte keine 5 Minuten zum Strand entfernt.
 
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Nun ja am Tag war es hier auch wirklich traumhaft, in der Nacht kamen jedoch alle möglichen Mitbewohner zum Vorschein. Frösche, Geckos, Mäuse, jegliches Krabbeltier und natürlich Manus beste Freunde – die Moskitos. Im Zimmer verkrochen wir uns sofort ins Bett und sobald wir aufstehen wollten, klatschten wir vorher laut mit den Händen und trampelten mit den Füßen, damit auch ja alle Mäuse brav in Deckung gehen ;) .
 
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Uns war sofort klar das Langkawi sehr touristisch sein wird, doch trotz der zahlreichen Hotelkomplexe entlang des Strandes waren wir dann doch etwas baff.
 
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Einen derartigen langen, weißen, feinen Sandstrand und das azurblaue Meer hätten wir uns dann doch nicht erwartet.
 
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Die Abende verbrachten wir in der Stadt, um genau zu sein in der Ruang Bar mit „lecker Cocktails schlürfen“ ;) .
 
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Erkundung von Langkawi
 
Auch hier suchten wir uns einen fahrbaren Untersatz. Gar nicht so einfach bei so vielen Anbietern, schließlich wurden wir im Hostel für 25 Ringgit, € 6 pro Tag fündig. Ausgestattet mit einer Touri-Karte, ging es erstmal zu den Temurun Wasserfällen im Norden der Insel.
 
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Der Wasserfall liegt mitten im Dschungel, leider führt er aufgrund der Trockenzeit nicht gerade viel Wasser, das tat unserer Laune aber trotzdem keinerlei Abbruch, wir fanden sowieso die Affen viel spannender ;) .
 
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Mit dem Roller auf Langkawi zu düsen ist toll! Die Straßen sind sehr gut ausgebaut, völlig stressfrei kommt man hier von A nach B und kann sich dabei die frische Fahrtluft um die Nase wehen lassen.
 
Weiter ging es zum Black Sandy Beach – der seine schwarze Farbe durch die benachbarte Zementfabrik und deren chemischen Mittel leider fast verloren hat.
 
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Das nächste Ziel war der puderweiße fast menschenleere Sandstrand im Norden, wo auch das teuerste Hotel der Insel – das Four Season steht. Dieser hat uns mit Abstand am Besten gefallen.
 
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Nach einem ausgiebigen Badespaß ging es weiter zum Gunung Raya, ein kleiner Berg, welcher mit 881 m die höchste Erhebung auf Langkawi darstellt.
 
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An der Spitze steht ein Gebäude, an dessen Spitze sich wiederum ein kleines Café befindet. Für ca. zwei Euro wird man per Fahrstuhl nach oben befördert, der erste Kaffee ist dafür inkludiert. Von hier aus überblickt man die ganze Insel, an klaren Tagen soll man hier bis zum Festland von Malaysien sehen.
 
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Insgesamt machten wir an einem einzigen Tag ca. 150 km. Es war eine tolle Erkundungstour, doch nach 7 Stunden waren wir dann doch froh, das Moped wieder zurück zu geben ;) .
 
Am Abend genossen wir noch den traumhaften Sonnenuntergang am Pantai Cenang Strand bevor es ausnahmsweise etwas früher, als sonst ins Bett ging ;) .
 
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