Jakarta

Wir überqueren den Äquator und landen nach 4,5 Monaten auf der Südhalbkugel unserer wunderschönen Erde.
 
Wir landen in Indonesien.
Dem Land der atemberaubenden 17.000 Inseln und üppigen Reisfeldern.
Unser erstes Ziel die Insel Java und ihre Hauptstadt Jakarta.
 
Jakarta macht keinen guten ersten Eindruck. Die Stadt ist eine große unbarmherzige „Stinkfrucht“.
 
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Kein Wunder sie zählt zu den größten Ballungsräumen der Welt. Kaum ein Park bekommt man hier zu Gesicht, stattdessen begnügt man sich lieber mit grottenhässlichen Hochhäusern, Elendsvierteln und hoffnungslos verstopften Straßen.
 
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Wir stellen schnell fest – Jakarta ist DAS Delhi Südostasiens.
 
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Wir kommen vormittags mit dem Flugzeug an. Die Busfahrt ins Zentrum ist lang. Über mehrere Kilometer erstreckt sich das gleich Bild von provisorisch zusammengeschusterten Baracken und Verkäufern, die ihren mobilen Imbissstand auf Rädern per Muskelkraft entlang einer vierspurigen Straße bewegen.
 
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Autos und Motorroller befinden sich in einem ständigen Kampf um den Platz auf der Straße. Als wir auf der Gambir Station (Bahnhof) aussteigen hängt der Smog wie eine Glocke über der Stadt. Weder Sonne noch Wolken sind am Himmel erkennbar. Es herrscht diese Art von Hitze, bei der es den ganzen Tag grau ist und man am Abend trotzdem sonnenverbrannte Haut hat. Aufgrund des Lärmes schreien wir uns gegenseitig an, obwohl wir nebeneinander laufen. Außer uns läuft keiner, jeder bewaffnet sich mit einem Motor.
 
Es steht fest lange möchten wir hier nicht verweilen, also besorgen wir uns noch schnell ein Zugticket (200.000 INR, € 12,50/p.P.) und springen ins heiß begehrtes Blue Bird Taxi.
 
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Die Taxifahrt über 2 km dauert unglaubliche 45 Min. Schweißgebadet steigen wir im ansehnlichen Viertel der Stadt aus und werden mit einer Freundlichkeit des Hosts begrüßt die wir so nicht erwartet hatten.
Die Villa (146.000 INR, € 9/p.P) steht erst seit 2 Monaten. Die nächsten 3 Tage sind wir die einzigen Gäste.
An diesem Tag verbarrikadieren wir uns im sauberen, klimatisierten Zimmer und genießen die ruhigen Stunden abseits des Molochs mit einer fettigen Domino Pizza ;) .
 
„Karnevalsähnliche Zustände“ sollen wir sonntags in Kota dem historischen Kern, im Nordteil der Stadt erleben können. Tatsächlich, auf dem Hauptplatz, eingekesselt von ein paar schönen Gebäuden aus der Kolonialzeit, herrscht ausgelassene Stimmung.
 
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Fliegende Händler verkaufen Getränke, grün bemalte Männer, die sich als Soldaten verkleidet haben, lassen sich für ein Trinkgeld fotografieren.
 
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Es werden Fahrräder verliehen, mit denen Einige quer über den Platz fahren. Offensichtlich einer der wenigen Plätze in Jakarta, wo man sich auf ein Fahrrad setzen kann, ohne sofort sein Leben aufs Spiel zu setzen.
 
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Die größte Sehenswürdigkeit sind aber offensichtlich wir selbst. Alle paar Meter werden wir angehalten, um für ein Foto zu posieren. Anderen freuen sich darüber uns zumindest ein „Hello“ zu entlocken. Wenn wir Trinkgeld dafür verlangt hätten, hätten wir mit Sicherheit mehr erwirtschaftet als die grün bemalten Soldaten ;) .
 
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