Mt. Bromo

Java ist teil des sogenannten pazifischen Feuerrings. Insgesamt gibt es hier auf der Insel 38 Vulkane, etliche von ihnen sind bereits erloschen. Etliche aber nicht BROMO. Bromo zählt zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens und die letzte Eruption liegt nur 4 Jahre zurück.
 
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Mit dem Zug (80.000 Rupiah, € 5/p.P.) geht es Richtung Osten, es geht nach Probolinggo das Städtchen welches wir nicht so schnell vergessen werden.
 
100 Taxifahrer und nur vier Touristen. Das Angebot ist höher, als die Nachfrage!  Was dann passiert ist Comedy PUR. Anfangs stehen die Taxifahrer alle brav hinterm Zaun, da das Betreten des Bahnhofes nur für Fahrgäste gestattet ist (eine neue Situation, auch für uns ;) ) . Je mehr wir uns den Zaun nähern, desto mehr wird das Verbot ignoriert. Manche klettern am Zaun hoch, fuchteln wild mit den Händen und Füßen alles wird getan um die Aufmerksamkeit des Gastes zu erwecken – wir haben Nebensaision.
 
Da wir keine Tour zum Mt. Bromo gebucht haben müssen wir uns auf die wenigen Infos unseres Reiseführers über das Städtchen verlassen. So viel ist klar, sogenannte „öffentliche Minibusse 33.000 Rupiah, € 2/p.P:“ fahren zweimal täglich von Probolinggo nach Ceremo Lawang – ein kleines Dörfchen auf knapp 2000 Höhenmeter der Ausgangspunkt für die Besteigung des Vulkans.
 
Wir verzichten auf die teuern Taxis und springen in ein gelbes Bemo, welches uns zu den blauen Minibussen bringen soll. Unterwegs halten wir immer mal wieder um Locals einzusammeln. Wir sitzen wie auf Nadeln, da der letzte Minibus angeblich um 16:30 abfahren soll. 
 
Let the Show begin ;) !!!
 
Und welche Glanzleistung wir jetzt von geschäftstüchtigen Männern geboten bekommen, werden wir so schnell nicht vergessen.
 
Wir erreichen also pünktlich die Busstation die allein dazu dient um Touristen, wie uns nach Ceremo Lawang zu befördern. Wir sind hundemüde aber froh es noch pünktlich geschafft zu haben. Voller Erwartungen steigen wir aus und laufen zu der Fahrergruppe. Insgesamt stehen 15 Busse und 30 Fahrer zur Verfügung.
 
Doch wir werden enttäuscht.
 
Einer der geschäftstüchtigen Männer weist uns auf eine Plakette am Bus, welche besagt, dass die Fahrt erst mit 15 Personen losgeht. Wir können das Ganze gar nicht fassen, wo zum Teufel sollen wir jetzt noch 15 Personen herbekommen. Kurz darauf werden wir von zwei verzweifelten Polinnen angesprochen. Wir teilen das gleiche Leid. Wir entscheiden zu Warten. Zeit haben wir schließlich alle mehr als genug ;) .
Nachdem auch nach 2 Std. kein weiterer Tourist dazukommt, fangen wir an misstrauisch zu werden. Wir gehen also nochmal zu den Männern und schildern unsere Situation – es wird keine weiteren Touristen geben, wir haben Nebensaison. Dies interessiert die Fahrer nur wenig und wir werden um Geduld gebeten und nach ein paar indonesischen Wörtern ausgelacht. Also warten wir noch eine weitere Stunde. Locals fahren übrigens nur 200 m vor der besagten Station ab. Diese Info hilft uns allerdings nur wenig, da uns sowieso kein Busfahrer mitnehmen wird.
Schnell kommen wir drauf – das Ganze ist ein verfluchtest Spielchen. In der Nebensaison wird es nie und nimmer 15 Personen am Stück für die Überfahrt nach Cermo Lawang geben und das ist den Fahrern selbstverständlich klar.
 
Nach drei unterhaltsamen Stunden mit Elwira und Marta beschließen wir die Nacht in Probolinggo zu verbringen. Es ist spät und die Nacht ist bereits eingebrochen. Wir packen unsere Rucksäcke und marschieren Richtung Hotel. Im Hintergrund hören wir einen Fahrer hinter uns herlaufen er macht uns ein Angebot, welches wir „nicht“ ausschlagen können ;) . 250.000 Rupiah d.h. mehr als das doppelte pro Person und Kopf. Wir zeigen ihm den Vogel und gehen weiter. Er geht auf 200.000 Rupiah runter, doch wir sind fest entschlossen, wir verbringen die Nacht in Probolinggo.
 
Nächster Morgen gleiches Spiel. Auch heute gibt es keine 15 Touristen, also lassen wir uns ein Angebot unterbreiten. 350.000 Rupiah für vier Personen, wir diskutieren nicht wir gehen einfach weiter. Wir haben zwar keine Ahnung wie wir diese 40 km meistern sollen, aber wir laufen. 
 
Für europäische Touristen ist das kein Geld, welches verlangt wird allerdings geht es hier bei weitem nicht mehr um Geld. Es geht ums Prinzip. Und wir fahren heute nicht weg bevor wir den gewöhnlichen Preis angeboten bekommen.
 
Nach 10 Gehminuten kommt auch schon ein blauer Minibus angerast. Wir sollen einsteigen es geht nach Ceremo Lawang und das für 33.000 Rupiah pro Person ;) .
 
Heute schlafen wir in dem kleinen Bergdörfchen, welches der bislang härteste Knochen auf unserer Reise war in einem bescheidenen Zimmer auf ca. 2000 m Höhe.
 
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Keine 20 m von der Unterkunft können wir einen kurzen Blick auf  die gefährlichen Berge erhaschen. Der Anblick entschädigt alle Strapazen.
 
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Zu viert wandern wir noch am selben Tag Richtung Krater. Wir wollen den Giganten aus voller Nähe betrachten, ja besser noch wir möchten in sein Inneres schauen.
 
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Die Mondlandschaft fasziniert. Wir sind hin und weg.
 
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Wir möchten mehr! Mehr vom Bromo, mehr von seiner Landschaft. 
 
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Also schließen wir uns zusammen und schmieden einen Plan. Einen der von allen Beteiligten eingehalten wird. Treffpunkt vor unserer Hütte um 03:15 . Ziel: Mt. G. Pananjakan 2700 m. Grund: Sonnenaufgang mit Blick auf den Bromo.
 
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Schlaftrunken torkeln wir zu fünft – Mario, Marta, Elwira und Jakob ein Amerikaner den wir beim Pläne schmieden kennengelernt haben ;) auf dem Asphalt Richtung Berghang. Im Licht der Stirnlampen hieven wir unsere müden Knochen im Zick Zack den Berg hinauf. Wir sind die Einzigen Touristen in dieser Nacht.
 
Da ist nur noch die frische Luft, die unsere verschwitzten Rücken kühlt und ein sagenhafter Ausblick, in einer absoluten Stille. Wir genießen den Sonnenaufgang und bestaunen den vor uns liegenden Bromo und seine imposanten Kollegen.
 
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Als dann die Sonne langsam am Horizont erscheint und ihre Strahlen uns wohltuend wärmen, erstrahlen die gefährlichen Berge in ihren satten Grün- und Grautönen.
 
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Trotz warmer Sonnenstrahlen zaubert uns dieser Anblick eine Gänsehaut auf unsere Haut. Atemberaubend!
 
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