West Macdonnell Ranges

Der West Macdonnell National Park ist ein wunderschöner Gebirgszug mit Schluchten, Wanderwegen und Bademöglichkeiten und zudem nur ein paar Kilometer von Alice entfernt.

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Schon aus der Ferne können wir die glatt geschliffenen Berge erkennen.
Auch hier geht es von Sightseeingpunkt zum Sightseeingpunkt mit dem Auto über den Namatjira Drive – insgesamt 2070 km2, die erkundet werden möchten.

Stopp 1 – Standley Chasm (Angkerle)

Die Felsenschlucht aus rotem Sandstein befindet sich im Privatbesitz der Aborigines (AU$ 10, € 7/p.P.).

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Auf unserem 1,5 km-langen felsigen Pfad zur Standley Chasm kommen wir an Eukalyptusbäumen vorbei, die Augen immer weit geöffnet auf der Suche nach Koalas.

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Schließlich erreichen wir den riesigen Spalt, der sich in felsige Hügel hinein geschnitten hat.

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An manchen Stellen ragen die glatten Wände 80 m in die Höhe, unfassbar.

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Anders als im Reiseführer beschrieben, ist nach wenigen Metern aus Sicherheitsgründen Schluss.

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Stopp 2 – Ellery Creek Big Hole

Das Big Hole erreicht man vom Parkplatz aus relativ schnell.

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Es ist ein permanentes Wasserloch und ein beliebtes Plätzchen zum Baden, das Wasser ist allerdings eiskalt.

 

Stopp 3 – Serpentine Gorge

Zur Serpentine Gorge geht es seit langem wieder über eine grobe „Dirtroad“.

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Hier gab es leider kein Kletter-Vergnügen, der Eingang zur Schlucht ist durch ein Wasserloch blockiert. Wir können nur erahnen, wie toll es da hinten aussehen muss.

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Hier kann man noch zum Aussichtspunkt hochwandern, wir hatten wegen der Hitze aber keine Lust darauf. Stattdessen haben wir uns auf den Weg Richtung kostenlosen Campingplatz gemacht.

Jackpot! Diesmal gab es ein Nachtlager hoch oben in den Bergen inklusive Aussichtspunkt, Sonnenuntergang und gratis Feuerholz.

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Immer öfter ziehen wir einfache Campingplätze ohne jeglichen Schnickschnack (Toilette, Dusche etc.) vor. Hier tummeln sich nur wenige Reisende und meistens hat man den Platz für sich allein. Anfängern, wie uns beim Roadtrip Start macht dieser Gedanke Angst, aber nach und nach sehnt man sich nach Einsamkeit im Wüstenherz Australiens. Down Under ist mit Abstand das sicherste Land auf unserer bisherigen Reise, wir fühlen uns nicht eine Sekunde unwohl.
Hier kommt der Campnachbar noch, um sicher zu gehen, dass man genügend Wasser auf der Reise mit sich führt, nicht um nach den „Kröten“ zu verlangen.

Obwohl wir momentan die beste Reisezeit (Mai) im Outback genießen, heißt es am Morgen früh aufstehen. Unsere 3qm „Wohnung“ (Auto) brennt.

Stopp 4 – Ochre Pits

Das trockene Bachbett der Ochre Pits waren einst die Farbquelle der Aborigines.

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Die verschiedenen Ockertöne aus verwittertem Kalkstein– Gelb, Weiß und Rotbraun dienten den Ureinwohnern zur Höhlenmalerei.

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Heute wird das Mitnehmen der Steine mit Hohen Strafen belegt!
Wir haben zwar nichts mitgehen lassen, die Funktionalität haben wir trotzdem ausgetestet. Für alle die mal zum West Mac. reisen, das Malen mit Steinen funktioniert tatsächlich.

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Stopp 5 – Ormiston Gorge

Diese Schlucht wurde vom Reiseführer als die beeindruckendste im ganzen National Park beschrieben, wir können dem nur teils zustimmen.

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Über einen steilen 20min. Wanderweg ging es zuerst zum „Ghost Gum Lookout“. Dort angekommen, genossen wir einen super Ausblick auf die Schlucht, welche sich direkt unter uns befand.

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Danach ging es zum kühlen Wasserloch, dieser Weg war von riesigen Eukalyptusbäumen gesäumt.

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Wir haben gefühlte 40°C an diesem Tag, trotzdem sparen wir unsere Kräfte für das bevorstehende Highlight.

Stopp 6 – Glen Helen Gorge

Unser Wanderweg führte uns entlang des Gebirgszugs durch einen kleinen Bach direkt zur Glen Helen Schlucht, wo der Finke River direkt durch die Macdonnells Range fließt.

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Hier pausieren wir eine Zeit lang und genießen die Ruhe.

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Stopp 7 – Redbank Gorge

Und dann ist es soweit!
Obwohl das Visitor Center in Alice und der Reiseführer diese Abzweigung des National Parks nur mit einem Geländewagen empfiehlt, sind wir fest entschlossen, wir wollen zur Redbank Gorge!

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Die unbefestigte Straße ist in einem so schlechten Zustand, dass wir unterwegs sogar die Radkappe vom Reifen verlieren.

Ein Schlagloch folgt dem Nächsten. Wir tuckern auf der 15km langen Strecken mit 20 kmh.

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Dann eine steile, holprige Abfahrt. Einen Moment zweifeln wir an Wilson, als aber ein Wagon angerast entgegen kommt, geht’s auch für uns bergab.

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Wir erreichen den Parkplatz unbeschädigt.

Nun wandern wir entlang eines ausgetrockneten Flusses. Unterwegs begegnen wir keiner Menschenseele und auch sonst ist der Weg nicht ausgeschildert, wir wissen nicht ob wir in die richtige Richtung laufen.

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Schließlich erreichen wir die kathedralähnliche Redbank Gorge. Dieses Wasserloch windet sich kilometerweit durch das Schluchtenlabyrinth. Von außen kann man nur einen winzigen Teil dieses Labyrinthes erahnen.

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Manu möchte es aber genau wissen.

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 Schwimmen in der Redbank Gorge

Das Wasser ist eiskalt und ich fröstle. Ich freue mich über jede rutschige Bodenerhebung, dann klettere ich für wenigen Minuten aus dem Wasser und kann so die Wärme der Außentemperatur einfangen.

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Die Farben hier drinnen sind unglaublich, je nach Sonneneinstrahlung erstrahlt die Schlucht in Rot, Braun oder Purpur. Es ist wie verzaubert.

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Für Mario, der am Wasserloch alles am Handy verfolgt, versuche ich das Innere der Schlucht mit der Kamera so einzufangen, dass auch er die Momente genießt. Ich bezweifle allerdings, dass die Cam das Auge ersetzen könnte.

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Nicht umsonst hat die Lady im Visitor Center ein Schwimmreifen empfohlen, so sehr ich mich auch bemühe die Kälte auszublenden, ich zittere am ganzen Körper.

Es ist fast wie im Karijini National Park, nur besser, denn hier ist keiner weder vor noch hinter mir, ich bin ganz alleine.

Die Wassertiefe ist an manchen Stellen so niedrig, dass ich mich problemlos mit den Händen am Boden fortbewegen kann. Immer wieder steige ich aus dem Wasser raus, gehe über rutschige Steine in das Nächste surreale Becken.

Nach ca. 300m ist dann Schluss.
Der Wasserweg ist von einem Stein blockiert. Mit Schuhen hätte man diesen Teil vielleicht auch spielend gemeistert. Ich schlage den Rückweg ein.

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Stopp 8 – Tylers Pass Lookout

Schließlich erreichen wir das letzte befestigte Ende des Namatjira Drive, den Tylers Pass Lookout.

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Von hier eröffnet sich ein Panorama auf einen weiteren Krater, welcher das Ergebnis eines Kometeneinschlags ist.

Wir verbringen insgesamt zwei Tage im West Macdonnells National Park, schon morgen geht es Richtung Ayers Rock und den Olgas.

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