Coober Pedy „weißer Mann im Loch“

Nach zwei aufregenden Tagen beim Ayers Rock, geht es heute Richtung South Australia, dem dritten Bundesstaat.

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Mitten im australischen Outback befindet sich die Stadt Coober Pedy.
Die Stadtbeschreibung – Ausschachtungen, Autowracks, Höhlenmenschen, Filmkulisse: Nur ein paar der Begriffe aus dem Reiseführer, haben uns neugierig gemacht.

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Einige Kilometer vor der Abfahrt steht bereits dieses Schild.

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Und nur wenige Meter weiter dann die ersten Abraumhalden.
Im Umkreis der Kleinstadt soll es angeblich 1 Mio. solcher Ausschachtungen geben und der “Buddelhype” lässt nicht nach, im Gegenteil.

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Der Grund für dieses fieberhafte Graben sind Opale – Edelsteine dessen Wert schnell reich macht, unter der Voraussetzung man findet sie.

Auch wir versuchen unser Glück auf einer öffentlichen Siebrückstand einer Mine, das sogenannte “noodling in a mullock”.

Obwohl Coober Pedy die größte Quelle dieser Edelsteine ist, so leben nur wenige Einheimische ausschließlich vom Schürfen. Mit anderen Worten: die Edelsteine sind schwer auffindbar.

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Die Stadt ist mit Abstand die hässlichste, die wir bis jetzt in unserer kompletten Reisekarriere gesehen haben und nicht einmal fragen wir uns, wie zum Teufel können Menschen hier nur wohnen?!

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Fliegenschwärme, Staub, mörderische Temperaturen über 50° im Sommer, rostige Autowracks, Filmrequisiten aus längst vergangener Zeit und kein Baum weit und breit!
Nicht ein Stückchen grünes Gras ist hier zu finden – weshalb Golfer kleine Rasenstücke als Ziel mit sich herum tragen, kein Witz!

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Die Landschaft wirkt wie eine Mischung aus den Oberflächen von Mars und Mond.

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Höhlenhäuser

Für Klaustrophobiker ist die Stadt allerdings weniger geeignet. Zwar ist die Landschaft ewig weit, die extrem Sommertemperaturen haben die Menschen aber in den Untergrund gezwungen.

Eines dieser “dugouts” ist das Museum “Faye’s Underground Display Home”.
Drei Frauen haben diese Behausung in den 60er Jahren von Hand ausgehoben.

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Von den heutigen Mietern werden wir durch die Zimmer geführt.

Neben fast sieben Räumen hat die Höhle sogar einen Indoor Pool. Der Vorteil ist, dass selbst bei extremer Außentemperatur im Hausinneren eine konstante, angenehme Temperatur von 23°C herrscht. Klimaanlagen sind demnach überflüssig.

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Anfangs entstanden viele dieser Untergrund-Häuser in stillgelegten Minen, heute bezahlen die Bewohner für den Bau eines dugouts nicht weniger, als für ein oberirdisches Haus.

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Neben Häusern gibt es eine ganze Reihe an Hotels, Motels und Hostels im Untergrund. Kirchen und Geschäfte wurden vergraben. Kurzum die Stadt ist im wahrsten Sinne des Wortes ein riesiges Loch.

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