Die wunderschöne Fleurieu Peninsula

Die Zeitumstellung von Sommer auf Winter lässt die Tage kürzer und die Nächte länger werden. Noch vor Einbruch der Dunkelheit verlassen wir nach zwei Tagen Adelaide und fahren auf die Halbinsel Fleurieu.

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Auf unseren treuen Campbegleiter “Camps7″ können wir diesmal aber nicht zählen. Die ersten interessanten Attraktionen der Halbinsel liegen nur wenige Kilometer von Adelaide entfernt und hier sind nur teure Stellplätze zu finden. Wir sind aber mittlerweile flexibler, was unseren Schlafplatz anbelangt.

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Wir erreichen “Sellicks” zur später Stunde. Ein verschlafener Ort an der rauen Küste des Südens – gebaut mit nur wenigen Strandhäuser.
Es ist mittlerweile stockdunkel. Wir schlagen unser Nachtlager auf einem beleuchteten Strandparkplatz auf, nicht ahnend, dass eine kleine Abfahrt direkt zum Strand führt. Übervorsichtig, wie Mario ist checkt er est mal die Lage ab und entdeckt die Abfahrt. Wir verbringen eine Nacht direkt am Strand von “Sellicks Beach”. Absolute Ruhe – nur das Meeresrauschen, der Wind und die Kraft der Wellen ist zu hören. Wir können nur erahnen, wie unglaublich schön der Strand aussehen muss.

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Erst am Morgen sehen wir das Bild, welches uns in der Nacht verborgen geblieben ist. Eine Küstenlandschaft, wie man sie nur von Bildern kennt. Fleißige Brandungsfischer in Gummikleidung und ein Kilometer langer Sandstrand. Das nenne ich mal “Room with view”.

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An diesem Morgen absolviert “Wilson” seine erste Beachtour. Der Untergrund ist so hart, dass wir problemlos mit unserem Zweiradantrieb über den Strand düsen können. Wie cool das gewesen ist, brauch ich hier wohl nicht zu erläutern.

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Die Halbinsel ist relativ klein und wenn man möchte kann man sie an einem Tag abfahren.
Was natürlich ein Jammer wäre, denn es gibt viel zu sehen.

Typisch für das Landschaftsbild sind endlos lange Sandstrände, darunter auch einige Surferspots, Wälder, dramatische Küstenlinien und satte, grüne Hügel.

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So oft es geht, fahren wir vom Highway ab, über nicht asphaltierte Straßen direkt in die versteckten Buchten der Peninsula. Baden können wir leider nicht, denn dafür ist das Wasser viel zu kalt. Wir erkunden die Umgebung, laufen am Strand entlang oder sitzen einfach nur stundenlang am Jetty und beobachten die Fischer.

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In “Yankavilla” erzählt uns die Dame vom Visitor Center, dass erst letzte Woche zirka 30 Buckelwale vor der Küste in Victor Habor gesichtet wurden. Jetzt sind unsere Augen noch mehr aufs Meer gerichtet.

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Wir fahren bis zum “Cape Jervis”, also dem Zipfel der Fleurieu Peninsula.

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Im “Newland Nationalpark” am Waitpinga Beach schlagen wir schließlich uns Nachtlager auf.

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Und wir sind nicht allein. Nach dem Abendessen bekommen wir Besuch von zwei zuckersüßen Kängurus. Stundenlang grasen sie um uns herum und auch als wir mit dem Abräumen anfangen, stören sie sich überhaupt nicht an uns, im Gegenteil sie futtern munter weiter.

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Noch bevor der Ranger seine Runden dreht, fahren wir Richtung Waitpinga Beach. Hier verbringen wir eine Zeit lang am Strand mit Frühstücken und dem neidischen Beobachten der Surfer. Wir könnten uns noch immer dafür Ohrfeigen, dass wir uns keine Boards zugelegt haben.

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Es geht weiter Richtung Victor Harbor, Port Elliot und Goolwa.

In Victor Harbor – schreibt man tatsächlich so, suchen wir vergeblich nach den Riesen der Meere. Keinen einzigen Wal bekommen wir zu Gesicht.

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Laut Reiseführer soll man auf der benachbarten Insel „Granit Island“ Unmengen an Pinguinen beobachten können, erfolglos. Wir laufen die komplette Insel ab. Einige Male glauben wir welche gesehen zu haben. Es stellt sich aber heraus, dass es nur Vögel sind.

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Die vielen Pelikane in “Milang” am Lake Alexandrina begeistern uns aber. Wir haben einige Pelikane gesehen, aber nie in dieser Menge.

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In “Langhome Creek” schlagen wir unsere Nachtlager auf. Und obwohl der Campingplatz nur eine Toilette zu bieten hat, stehen hier bereits einige “Häuser auf Rädern”.
Öfters machen wir uns über solche Luxus Wohnwagen-Besitzer bei einer Flasche Bier ein wenig lustig, was wahrscheinlich auf Gegenseitigkeit beruht. Auch sie gucken jedes mal mürrisch, wenn sie sich ihre perfekt, gemähte Rasenfläche mit Backpackern teilen müssen.

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Am nächsten Morgen steht noch unsere erste Flussüberquerung an, bevor es Richtung „Limestone Coast“ weiter geht. Und tätsächlich der Fährmann will kein Geld dafür.

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